Strafverteidigung

Ein Ermittlungsverfahren bedeutet für jeden Betroffenen einen massiven Einschnitt, der besonders bei der härtesten Maßnahme der Ermittlungsbehörden, der Untersuchungshaft, das bisherige berufliche und private Leben grundlegend verändert. In dieser Krise verstehen wir uns nicht nur als Manager für die Organisation, sondern auch als Kommunikationspartner für das soziale (familiäre) wie auch berufliche Umfeld. Dazu zählt auch der adäquate Umgang mit den Medien, die zunehmend durch die Strafverfolgungsbehörden gegen die von ihnen Verfolgten instrumentalisiert werden.

Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Verteidigung ist dabei die umfangreiche Kenntnis der aktuellen Gesetzesänderungen, der höchstrichterlichen Rechtsprechung zu den einschlägigen Normen sowie eine konsequente Anwendung der Strafprozessordnung (StPO).

Betäubungsmittelstrafrecht

Die Zahl der Strafverfahren im Bereich des Betäubungsmittelstrafrechts nimmt konstant zu; zugleich wurde die Strafandrohung durch die verschiedenen Reformen immer stärker ausgeweitet. Dies macht eine strategische Verteidigung erforderlich, die sämtliche Fehlerquellen auf Seiten der Ermittlungsbehörden, namentlich die Abgrenzung der zulässigen von den unzulässigen (heimlichen) Ermittlungsmethoden, aufdeckt.

Jugendstrafrecht

Grundsätzlich soll im Jugendstrafrecht nicht die Schuld eines Beschuldigten im Mittelpunkt stehen, sondern der sogenannte Erziehungsgedanke. Trotz dieses heeren Anspruchs haben nicht nur die Jugendgerichte, sondern auch die zahlreichen Änderungen des Jugendgerichtsgesetzes in den vergangenen Jahren letztendlich zu einer verschärften Umgangsweise mit jungen Beschuldigten im Strafverfahren geführt.

Kapitalstrafrecht

Unter dem Begriff des Kapitalstrafrechts werden alle vorsätzlich begangenen Tötungsdelikte gefasst. Bei Mord droht die lebenslange Freiheitsstrafe. Durch das Gericht kann diese durch die Annahme der sogenannten Schwere der Schuld und die zunehmend häufiger erfolgende Anordnung der Sicherungsverwahrung noch verschärft werden.

Sexualstrafrecht

Verfahren aus dem Sexualstrafrecht gelten seit jeher als äußerst sensibel, besonders öffentlichkeitswirksam und medienträchtig. Oftmals hängt die Verurteilung wegen einer Vergewaltigung oder eines sexuellen Kindesmissbrauch von einer einzigen Zeugenaussage ab. Regelmäßig stempelt die Presse die Beschuldigten bereits frühzeitig als Täter ab. Selbst im Falle eines Freispruchs oder einer Verfahrenseinstellung besteht damit die Gefahr einer lebenslangen Brandmarkung als „Sexualstraftäter“.

Verkehrsstrafrecht

Einem verkehrsstrafrechtlichen Vorwurf kann sich letztlich jeder ausgesetzt sehen. Klassische Delikte sind die Gefährdung des Straßenverkehrs, die Alkohol- oder Drogenfahrt, der gefährliche Eingriff in den Straßenverkehr oder das unerlaubte Entfernen vom Unfallort. Zum erweiterten Spektrum gehören z.B. Versicherungsbetrug, unterlassene Hilfeleistung, Beleidigung, Nötigung, fahrlässige Körperverletzung oder fahrlässige Tötung.